Montag, 8. Januar 2018

Impulse

Kennst Du das?? Da kommt ein Impuls: Tu das...!
Aber der Verstand oder Dein Denken sagt: Ach nein....
Du vergisst es wieder, Zeit vergeht, da ploppt der Impuls wieder hoch: Tu das....jetzt! Und der Kopf sagt wieder nein, ich mag nicht, etc. - Du schiebst es wieder weg - der Impuls verschwindet und unerwartet steht er wieder da: TU ES!!!

Hmm ich hatte so einen Impuls zum Jahreswechsel: Schere dir die Haare ab!
Ja der Impuls hatte seinen Reitz, aber viele Gedanken sprachen dagegen... und ich vergass es wieder. Und PLOPP stand er wieder da: Tu es jetzt, probier die Schermaschine aus..!

So ging das, seit einer Woche und heute wollte ich mich nochmals meiner 2018 Vision widmen, aber es flowte überhaupt nicht und kaum als ich beim Meditieren sass, klingelte es an der Tür...., dann musste der Hund raus, die Katze wollte "geschösselt" werden... und PLOPP war auch der Impuls wieder da:

Scher Dir jetzt den Kopf - schneide die alten Zöpfe ab und lass alles Alte los.

Jetzt holte ich die Schermaschine, schaute über dem Ohr, ob sie auch funktioniert und einmal angefangen, gab es kein zurück... zuerst etwas zaghaft, dann aber grosszügig, alle Haare auf meinem Kopf weg.

Dabei schnitt ich mir ins Ohr und das Blut floss mir den Hals entlang... Van Gogh kam mir in den Sinn... der schnitt sich in seiner Kunst ein Ohr ab - verrückt, aber wahrscheinlich nicht Sinn-los.

Als ich fertig bin, bleibt ein kleiner Ballen Haare - alte Haare, alte Erinnerungen die gehen dürfen - ich werfe sie bewusst ins Feuer zur Transformation.

Seife mir die Kopfhaut ein und wasche die Haarstoppeln gründlich durch -
es fühlt sich gut an - befreit. Ein neues Lebensgefühl - jetzt kann Neues wachsen!

Ich halte Nichts mehr krankhaft fest -
ich lasse Alles bewusst los.

Ob Fadenhexe, Kahlkopf oder wallendes volles Haar, ich bin ich und ich liebe mich so wie ich bin, hier und jetzt!

Donnerstag, 4. Januar 2018

Wind - Du himmlisches Kind

Wind oh Wind Du himmlisches Kind
kräuselst das Wasser zu kleinen und grossen Wellen
wirbelst die nassen Blätter hoch durch die Luft
und treibst die Wolken vor Dir her, über Berg und Land.

Lernst Vögel das Fliegen und trägst sie hoch zum Himmel
und verteilst Samen grenzenlos von Hügel zu Hügel.

Du lässt mir die Haare aufrecht stehen und lüftest meinen Kopf
- schärfst meine Sinne für Achtsamkeit.

Ich lausche Deiner Stimme, Du sprichst durch ächzende Bäume,
wiegende Baumwipfel und das Klappern von losen Dingen.

Du wehst von verschiedenen Richtungen und manchmal alles durcheinander.
Du veranstaltest Chaos, damit neue Ordnung entstehen kann.

Du streichelst sanft meine Haut, kühlst sie angenehm bei Sonnenschein
und peitscht mir das Schneepeeling ins Gesicht.

Du bringst Veränderung - Schnee, Regen, Sonnenschein -
Du bist ein wahrer Verwandlungskünstler.
Du trägst Sandkörner und Wassertropfen rund um die Welt.

Du testest, was wackelt und was verwurzelt mit der Erde ist.

Oh Wind Du himmlisches Kind, spielst mit allem, was Dir begegnet,
arbeitest im vorbei gehen und zeigst alle Deine Seiten.
Gesichter - mal sanft, mal stürmisch, wild und ungestüm und dann nur leise und still.
Die Stimmungen wechseln in jedem Moment und Du beschehrst einmalige Augenblicke im jetzt.

Wind Du himmlische Kind - Du weckst das innere Kind in mir, Du animierst zum staunen
und neu entdecken, lauschen und spielen, einmal wild, einmal still.

Wind ich liebe Dich - manchmal mehr, manchmal weniger
aber Du und ich sind ein Teil dieser Welt -
verbunden im Auge des Hurrikans und im tiefsten Ozean des Herzens.