Dienstag, 12. Dezember 2017

Überfluss und Überdruss

Gedanken beim Lesen der Sonnntagszeitung vom 6.11.17, Seite 7 - erst heute gesehen, weil mir dieses Exemplar im Altpapier ins Auge gesprungen ist.

Titel 1: Migranten sollen schon in Afrika umkehren (Die Schweiz beteiligt sich an der Errichtung einer Flüchlingsgrenze auf dem Schwarzen Kontinent)
Titel 2: Fachleute fordern spezielle Kliniken für dicke Kinder (Auch die Adipositas-Stiftung konnte im Fall des 280 Kilo schweren Fabian nicht helfen)

Zwei Artikel, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - oder aber vielleicht - gerade deshalb die Lösung bilden???

Tausche dicke Kinder vom Weissen Kontinent mit hungernden Kinder vom Schwarzen Kontinent - die Weissen lernen, was es heisst zu leben und die Schwarzen bekommen das überflüssige oder überschüssige Essen.

Sie denken das ist hart? Nun Menschen verhungern lassen, ist sicher schlimmer, als einem fetten Kind Grenzen zu zeigen, erfahren lassen, was es heisst wirklich Hunger und Durst zu haben und dankbar für das Leben zu sein.

Da frisst sich ein 17jähriger - weil ihn niemand mehr haben wollte, im Altersheim gelandet - mit Hilfe von Pizza- & Chicken Nuggets Kurierdienst, 280 Kilo an und stirbt. Wie krank ist unsere Gesellschaft?

Für solche Fälle braucht es keine speziellen Kliniken, sondern klare Grenzen und wenn diese in der Sahara liegen, ohne Handyempfang und Fast food Kurierdienste... Und wenn es Fabians Wunsch war, ein Zeichen zu setzen und sich in unserer so zivilisierten Welt zu Tode zu fressen. Seine Entscheidung, aber ich frage mich woher er das Geld hatte um das ganze Essen zu bezahlen? Wer ihm das ermöglichte? (Indirekt wahrscheinlich wir alle, mit unseren Krankenkassenprämien)

In Afrika "zeukelt" man Flüchtlinge mit Geld umzukehren und hier in Europa speist man Kinder mit Geld ab. Menschen stopfen den Mangel an Liebe und Mitgefühl mit Geld und Konsum....
Das funktioniert nur sehr kurzfristig, weil man Geld nicht Essen kann und Fressen nicht den Mangel an echter Liebe fett macht. Es sind Symptombekämpfungen, die Leben kosten und anderen Profit bringen, aber der wirklichen Ursachenfindung nicht dient.

Wer die Ursache nicht sehen will - verschliesst die Augen, sein Herz und versteckt sich im Schein, anstatt wahrhaftig zu sein. Zusammenhänge zu erforschen, aus gemachten Fehlern zu lernen, den eigenen Schmerz und das Leid zu fühlen und dem entsprechend zu handeln, braucht Mut. Einfacher ist - aus den Augen, aus dem Sinn - abschieben, weiter zu verlegen, zu verleugnen, abzudrängen, einzusperren oder auszugrenzen. Darum werden Flüchtlinge nun schon in Afrika eingefangen, damit sie ja nicht zu Nahe / in Sichtweite kommen... - Alte Menschen in Alterheimen ruhig gestellt und Kinder... nun ja, diese Liste könnte ewig lang weiter geführt werden, reflektieren sie selbst einmal....

Die Variante Flüchtlingslager Sahara ist übrigens kostensparend, gut vielleicht nicht rollstuhlgängig, darum ist zu empfehlen, die Uebergewichtigen abzuschieben, wenn sie noch laufen können.... - ach ja und eine lebensmutige schwarze Mutter findet sich sicher, die dem Kind liebevolle Grenzen, Aufmerksamkeit, aber auch Freiraum zur Entfaltung schenkt und sich hineinfühlen kann, warum es sich mit Essen betäubt, anstatt wirklich lebt, spielt, lacht, neugierig und bewegungsfreudig die Erde entdeckt...

Ehrlich gesagt, ich habe die Nase voll von unserer Wohlstandsgesellschaft, die nicht mehr weiss, was es heisst dankbar zu sein - die vergessen hat, was Mitgefühl für Mensch, Tier und Natur ist. Man fordert neue Institutionen, wo man "Nichtfunktionierende" abschieben kann, erfindet für jeden Furz, neuerdings sogar gegen das "Abgasrülpsen" der Kühe, irgendein Mittelchen.... Menschen suchen lieber einen Sündenbock (oder eine Kuh) dem sie die Schuld zuschieben können, schlucken Pille oder betäuben sich mit Arbeiten, Fernsehen, Drogen, Alkohol, Rauchen oder Essen - um ja nicht bei sich selbst hinzusehen, sich selbst zu spüren, das eigene Leben im Zusammenhang mit dem Rest der Welt zu erkennen, das eigene Handeln oder Nichthandlen zu hinterfragen und nachhaltig zu verändern.

Die Wirtschaft muss ja laufen, die Politik läuft mit - Zeit ist Geld darum immer kurzfristiger, schneller, mehr, mehr.... - auch wenn das ganze Konstrukt schon lange aus dem Ruder läuft und mehr zerstört, irritiert, vergiftet, ausbeutet und unterdrückt....  - wird Achtsamkeit, Eigenverantwortung, Selbstliebe, Umweltbewusstsein und eine wirkliche globale Gemeinschaft, Frieden, zu wenig gefördert, gelebt.
Traurig, aber leider keine Fakenews.

Donnerstag, 10. August 2017

Nasser Pudel

Ich bin kein nasser Pudel!!!
Auch wenn ich keine Hörner mehr habe -
obwohl, wenn ich es mir Recht überlege -
wenn ich ein Pudel wäre, hier im Regen stehe, würde ich nicht von Menschen gegessen sondern menschlich verhätschelt werden.. - fühlt sich denn der Hund wirklich pudelwohl?
Tierische Gedanken an einem Regentag

Samstag, 5. August 2017

Inspiration am Morgen

Warum küsst Du Dich nicht einmal selbst?
Sagst von Herzen guten Morgen zu Dir und freust Dich am Leben zu sein... ??
Liebe Dich selbst, so wie Du bist - Du bist ein wundervoller Mensch - sei die Königin in deinem Leben, voller Güte, Ehrlichkeit, Humor und Weisheit.
Wer braucht schon ein Frosch, der sich "nur" in einen Prinzen verwandelt??
Wenn ich es selber in der Hand habe, wie ich mich fühle....

Samstag, 22. April 2017

Entzückte Braut

Die entzückte Braut


Ein Entzücken durchflutet mich und im selben Moment,  schleicht ein kalter Schauer den Nacken hoch. Tausend Härchen stellen sich in Reih und Glied.


Fasziniert blicke ich auf meine Haut – erstaunt über die Reaktion meiner äussersten Schicht, die mich und meinen Körper mit der Umwelt verbindet. 

Nun reagiert mein grösstes Sinnesorgan auf ein Ereignis. Es macht sich durch verschiedene Ausdrucksformen bemerkbar und zeigt jetzt ein Gesicht das Geschichten erzählt.


Ich sehe ein riesiges Hügelfeld, auf jeder Spitze thront eine hochsensible Antenne, stramm in Achtungsstellung, voller Spannung was als nächstes kommt. 

Das Blut pocht in meinem Kopf, die Haut färbt sich von Weiss zu Rot und Tropfen sammeln sich in den feinen Falten meiner Schenkel. Ich spüre den kalten Untergrund, erzittere und bebe. Die Erregung steigt zum Höhepunkt.


Was wird passieren? Werde ich mich verlieren – meine Freiheit davon fliegen – mein Körper entschweben und meine Hingabe zum Leben, mit abgetrenntem Kopf enden?


Oder - vielleicht streicht eine mitfühlende Hand den Spannungsbogen meiner Haut, sanfte Töne erreichen mein Ohr, schmeichelnde Worte klingen in meinem Innersten und ein Wohlgefühl durchströmt mich. Ein Traum, ein Gedanke – alles ist gut…



Das Küken tot, die Braut entzückt, die Hühnerhaut - vergessen.